Tagesausflug - Lecco

Tagesausflug - Lecco

[04. März 2026]

Durch die Finalisierung meines Stundenplans ergibt sich für mich der Vorteil von zwei "freien" Tagen innerhalb der Woche. Dabei handelt es sich um Mittwoch und Freitag. Dies freut mich sehr und ich hoffe das ich in dieser Zeit meistens Dinge abseits der Uni unternehmen kann. Auch wenn das Angesichts der Module und vieler Gruppenprojekte wahrscheinlich nicht immer möglich sein wird. Aber damit kann ich auch sehr gut leben 🤗

Meinen ersten Tag, einen sonnigen Mittwoch im März, habe ich direkt genutzt um eine erste kleine Reise zu unternehmen.


Mit dem Zug ging es innerhalb von 40 min raus aus der Stadt, Richtung Norden - in Richtung der Berge.

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Dort erwartete mich die Stadt Lecco, eine kleine, lebendige Stadt am südöstlichen Ufer des Comer Sees, eingerahmt von markanten Bergen.
Ein wirkliches Ziel hab ich eigentlich nicht, lediglich den Campus unserer Uni möchte ich später noch besuchen.
Also starte ich am Bahnhof und schlendere Richtung Seeufer. Die Straßen sind gut besucht, ein reges Alltags-Treiben ist zu beobachten. Plötzlich steh ich zwischen vielen Ständen, gefüllt mit den verschiedensten Dingen. Hier bekommt man wirklich alles was man zum täglichen Leben benötigt, nicht zuletzt viele frische Lebensmittel.

Vom Markt kann ich bereits den Beginn der Seepromenade erahnen. Dort angekommen, kann ich einen ersten Blick auf den See werfen. Doch auf Grund von Bauarbeiten sind mehrere Teile der Promenade gesperrt, wodurch ich öfter die Straßenseite wechseln muss und somit mir den Weg am Ufer entlang bahne. Durch die geschwungene Form der Promenade ergeben sich immer neue Blicke auf den See, die Ufer und die imposanten Berge. Zu Beginn meines Aufenthalts wirkt das Wetter noch etwas verhalten, die Berge liegen in einer Art Dunst. Dieser geht auch nicht wirklich weg, jedoch zeigt sich später noch deutlich die Sonne (ich muss mir wirklich langsam angewöhnen mich einzucremen 🙃)

Das markanteste Gebäude in der Stadt ist sicher die Basilika San Nicolò mit ihrem Kirchturm .

💡
FUNFACT
- mit 96 Metern Höhe ist Turm genauso hoch wie der Londoner Elisabeth Tower mit seiner weltberühmten Glocke Big Ben
- die Einheimischen nennen ihn auch Il Matitone („Der Bleistift“)
Blick auf Lecco bei bestem Wetter.

Im Sommer lebt der Tourismus neben dem See, vor allem von Wanderern und Kletterern, welche mit den umliegenden Bergen sehr gute Bedingungen für ihre Aktivitäten vorfinden.
Das schreit ja förmlich nach einer Rückkehr an diesen Ort! Dann mit Blick von den Bergen auf die Stadt. 😄
Mit ein paar Stränden ist Lecco sicher auch eine gute Alternative zu den Freibädern in Mailand.

Wenn schon Fleisch dann richtig! (Das war fast schon zu viel 🙃)

Nach einer Mittagspause bei einer Pizzeria in einem Hinterhof, mache ich mich auf den Weg zum Campus der Politecnico di Milano.

Da gerade Mittagszeit ist, sitzen die meisten Studis draußen in der Sonne und genießen ihre Pause. Der Campus ist recht kompakt, daher mache ich einen kurzen Abstecher in eines der Gebäude. Die Innengestaltung ist durch orangene Farbakzente und eine sehr cool designte Treppe gekennzeichnet. Es scheint nur Vorlesungsräume zu geben, daher schaue ich mir die ausgestellten Prototypen auf dem Gang genauer an. Viele von diesen prototypischen Strukturen sind lediglich Designstudien, lassen aber gut erahnen was alles möglich ist mit Additiven Fertigungsverfahren - sogar im Bauwesen.
Das orangene Bauteil könnte genauso auch von meinem 3D-Drucker stammen - FAST! Der Drucker auf dem es gefertigt wurden ist muss echt groß sein, wenn man allein die Schichtdicke des Drucks betrachtet.

Nachdem ich alles gesehen habe mache ich mich auf den Rückweg zum Bahnhof.
Als ich eine Ausschilderung zum Stadion der Stadt sehe, entscheide ich mich spontan noch dort vorbeizuschauen. Der Weg dorthin wird durch die immer stärker scheinende Sonne tatsächlich leicht anstrengend und ich komme sogar ins Schwitzen.

Dort angekommen, erweist sich der Blick auf das wohlbekannte Grün als Herausforderung. Das Stadion gleicht einem Gefängnis und ist rundherum durch eine Mauer verschlossen. An lediglich einer Stelle kann ich mein Handy durch einen kleinen Schlitz stecken und so einen "Blick" ins Innere werfen.
Wirklich gelohnt hat es sich nicht, aber was hab ich auch erwartet von einem Verein in der 3. italienischen Liga. Einen gewissen Charme hat ein Stadion mit Bergblick dennoch und auch das Logo ist meiner Meinung nach ganz cool.

Nach dieser kurzen Fußball-Sidequest nehme ich also den nächsten Zug und fahre zurück nach Mailand.
Trotz das ich allein gereist bin, hab ich diesen Ausbruch aus der Stadt echt genossen und meinen "freien" gut genutzt.

Ciao!